Was wollen eigentlich die Männer?

Wir alle beschäftigen uns täglich damit, was wir wollen. So auch die Medien. Aber, und das kann durchaus nur meine Auffassung sein, es wird sich hauptsächlich damit beschäftigt, was die Frauen so wollen. Sei es nun Mode, Sex, Pflege oder der „richtige Partner“. Es gibt zahlreiche Zeitschriften, Bücher, Podcasts und andere Plattformen, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Generell wird die Frau als „das komplizierte“ Geschlecht gesehen und vielleicht kommt daher dieser Aufwand, um zu beschreiben, was Frauen wollen, wie sie ticken und was sie brauchen um glücklich zu sein. Und das ist auch gut so – schließlich möchte jeder glücklich sein. Aber das bringt mich zu der Frage

Was wollen eigentlich die Männer?

Vielleicht liest es sich jetzt komisch, dass gerade ein Mann sich darüber einen Kopf macht. Aber wer bitte könnte es denn besser?! Natürlich werden jetzt die meisten Frauen, und auch leider Männer, sagen, dass wir eh nur das eine wollen und generell total einfach gestrickt und zu durchschauen sind. Dumm gelaufen – sind wir nicht. Dummerweise hat es sich bei uns Männern etabliert einen auf „cool“ und abgeklärt zu machen. Gefühle? Sind nur was für Luftpumpen und Weichlinge! Wer sich mit seinen Gefühlen auskennt ist weibisch. Dieser Denken nimmt mit dem Alter zum Glück ab und nicht mehr ganz so viele Männer rennen so durch die Gegend. Natürlich gibt es auch immer wieder Ausnahmen, aber auf die will ich nicht in diesem Text eingehen. Denn dann würde es kein Ende nehmen. Und wer hier eine komplette Abhandlung über die Männliche Denke erwartet, der wird leider enttäuscht. Also was wollen Männer nun? Wollen wir nur durch die Gegend vögeln und unseren Spaß haben? Wollen wir eine feste Beziehung? Wollen wir einen Partner, der uns versteht, einfühlsam ist und mit dem wir gerne Zeit verbringen? Und warum geht das nicht mit Jemandem, mit dem man nicht in einer festen Beziehung ist? Man sieht, Männer stellen sich solche Fragen durchaus. Wir können denken – wer hätte es gedacht! Und ja, wir denken in erster Linie mal mit unserem Gehirn. So wie viele Frauen. Schon wieder so ein verrückter Zufall. Allgemein, wie ich eben schon beschrieben habe, werden Männer als einfach und schwanzgesteuert beschrieben. Solche gibt es. Und ja, wir denken viel und gerne an Sex. So wie Frauen auch. Nur sind Frauen schlau genug nicht den ganzen Tag darüber zu reden, wenn wir Männer dabei sind, und so erweckt es den Eindruck, Männer wären primitiv aber glücklich. Halt die Klappe Barth!

Wenn wir eine Frau interessant finden, und es dann auch noch irgendwie schaffen uns mit euch zu verabreden (Wir wissen meistens selber nicht mehr wie wir das geschafft haben, obwohl wir so aufgeregt waren), dann fangen auch wir schon an über viele Dinge nachzudenken. Mag sie mich wirklich, oder war sie nur zu nett um „Nein!“ zu sagen? Bin ich ihr Typ? Stört sie was an mir? Wo könnte das denn hinführen? Wie ist sie wohl im Bett? (Natürlich fragen wir uns dieser Frage, denn wir haben nun mal auch eine Libido. Und ich habe nicht vor, hier die Männer als Nicht-an-Sex-denkende Geschöpfe hinzustellen. Sind wir nicht.) Kann ich ihr genug bieten? Was möchte sie wohl beim nächsten Date machen? Jede Menge Zeug schwirrt uns durch den Kopf. Die coolen Jungs werden jetzt sagen „Haha, auf keinen Fall – solche Typen haben viel zu wenig Selbstbewusstsein!“. Jetzt mal ernsthaft, wenn ich vor einem riesigen, leuchtenden und total beeindruckendem Schatz stehe, dann habe ich kein Selbstbewusstsein mehr. Dann bin ich froh, wenn ich kurze und knappe Sätze aus mir herausbekomme. Wenn ich nur was zum Vögeln suche, dann ist es mir auch egal, ob ich einen Korb bekomme – da bin ich auch selbstbewusster. Also lasst euch keinen Scheiß erzählen, wenn er euch sagt, er hätte sich keine Gedanken gemacht.

Wir sind aber immer noch nicht weiter. Was wollen Männer? Pauschal lässt es sich einfach nicht erklären. Aber vielleicht kann man es halbwegs so erklären, dass wir Männer nun mal ein menschliches Wesen sind und die Nähe zu anderen Menschen genau so schätzen, wie andere. Ja ja, Ausnahmen. Bla bla bla. Wir wollen eine Frau, oder einen Mann, der uns versteht. Einen Partner, der uns vermittelt, dass wir uns bei ihm wohlfühlen können. Jemanden, der uns nimmt wie wir sind. Vielleicht ist das jetzt auch viel persönliche Wahrnehmung drin, aber ich denke, dass es dem Großteil so geht. Also was wir Männer wollen, unterscheidet sich gar nicht groß von dem, was Frauen wollen. Denn lustiger Weise sind beide Geschlechter am Ende doch nur Menschen.

Da es aber keine pauschale Lösung für diese Frage gibt, muss man hier vielleicht auch zwischen ein paar Männertypen differenzieren. Am Ende wird sich aufschlüsseln, warum man das machen sollte.

Der Typ „Wahlsingle“. Er hat sich tatsächlich Gedanken darüber gemacht, was er will. Auf jeden Fall keine feste Beziehung und auch nichts, was irgendwie daran erinnern könnte. Er mag es ab und zu die Gesellschaft einer Frau zu genießen, aber auch nicht für lange Zeit. Lustig, dass gerade der Typ Mann sich viele Gedanken macht, und am Ende doch eher oberflächlich erscheint. Meistens kann man aber davon ausgehen, dass er ehrlich ist.

Der Typ „Unentschieden“. Andere würden ihn als beziehungsunfähig beschreiben. Er schätzt die Gesellschaft eines Menschen sehr. Würde auch gerne mehr schaffen, kann aber leider nicht. Er hat etwas mehr Angst davor, dass es was Ernstes werden könnte. Dieser Typ bringt sich meist in Schwierigkeiten, da er nicht ganz so ehrlich zu sich und dem anderen ist, obwohl er eigentlich gute Absichten hat. Ihm hilft ein Partner, der ihn durchschaut hat und ihm sanft die Angst nimmt. Alle anderen sind hoffnungslos verloren bei ihm.

Der Typ „Schnellbindung“. Meistens nicht lange Single, weil er nicht alleine sein kann. Dieser Typ nimmt gerne seine unverarbeiteten Beziehungen mit in die Nächste. Werden die gleichen Probleme in der neuen Beziehung ein Thema, wie in der Alten, weckt das direkt schlechte Erinnerungen und er rennt weg. Man kann aber auch von den Erfahrungen profitieren, die dieser Typ mit sich bringt. Meistens will dieser Typ eine Beziehung, die nicht im entferntesten so ist, wie die alte.

Der Typ „Abgeklärt“. Ihm ist völlig bewusst unwichtig, was aus einem Flirt werden kann. Wenn es was Ernstes wird, dann ist es so und wird akzeptiert. Wenn es nur etwas fürs Bett ist, dann ist das genau so gut. Er ist eher der realistische Typ und kann jede Zeit mit dem anderen, oder dem gleichen, Geschlecht genießen und erinnert sich gerne an schöne Zeiten, wenn etwas vorbei ist. Er ist offen für alles und freut sich über jede Art von Beziehung. Er hat seine Erfahrungen gemacht und muss sich nicht mehr die Hörner abstoßen. Was er sagt, kann man auch genau so nehmen. Er ist ehrlich und direkt. Manchmal kann das auch erschrecken.

Es gibt sicher noch einige anderen Beziehungstypen. Aber ich glaube man ist ganz gut bedient, wenn man diese hier kennt. Und ja, den Frauenfeind habe ich bewusst ausgelassen, den braucht nämlich keiner. Also, wenn ein Mann nun weiß, welche Typ er ist, ist er weiter als 70% der Männer. Nun gilt es nur herauszufinden, welchen Partnertypen wir brauchen, um glücklich zu sein. Denn eigentlich wollen wir nur wissen, was wir wollen, damit wir danach suchen können. Natürlich könnte man noch viel mehr und tiefer in dieses Thema eintauchen, leider bin ich aber kein Männerforscher.

Um die Frage „Was wollen Männer?“ also abschließend zu beantworten, bleibt eigentlich nur zu sagen

was Männer wollen, wissen sie erst, wenn sie wissen, wer sie sind.

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