Der Bart – Retter in der Not

Sollte man einmal auf einer einsamen Insel gestrandet sein, dann kann man fast schon ein Freudenfeuer entfachen, wenn man ein Mann mit Bart ist, oder eben einen dieser Sorte bei sich hat.
Der Bart kann uns in dieser Lage in mehreren Situationen helfen. Als erstes dient er als Signal für Gefahren, sich besser nicht mit uns anzulegen. Ein Bart strahlt Kraft und Macht aus. Das merkt auch jedes noch so riesige Krokodil und noch so hochgefährlicher Eingeborener.
Aus Barthaaren lässt sich auch prima eine Angelschnur zwirbeln. Man kann damit zwar keine Wale fangen, aber für den ein oder anderen kleinen Fisch reicht sie aus. Und falls wir doch mal einen größeren Fisch fangen sollten, und wir ihn nicht ganz verspeisen, kann man den Rest problemlos im eigenen Bart bunkern. Für schlechte Zeiten sozusagen. Ein weiterer Vorteil an einem Bart. Außerdem brauchen wir Zunder um ein Feuer zu entfachen, auf dem wir dann die gefangenen Fische garen können. Ein Büschel Barthaare ist auch hier wieder ziemlich hilfreich.
Auf einsamen Inseln ist es ja oft so, dass diese sehr sonnig sind. Gut, dass wir einen Bart haben! Er schützt uns vor der Sonne und kühlt, hingegen jeglicher Meinung, sogar noch das Gesicht und die Halsregion. Welch Glück!
Sollten wir wirklich ganz alleine sein und uns einsam fühlen, können wir unseren Bart streicheln und eventuell sogar mit ihm reden. Das machen manche Menschen schließlich auch mit Blumen, damit es ihnen besser geht – warum sollte das also nicht auch uns helfen? Gerade in so einer Situation ist jede Art von Gesellschaft wichtig. Und ein Bart ist durchweg als ein guter Freund zu bezeichnen – wenn nicht sogar als einer der besten Freunde.
In der größten Not kann man den Bart auch, je nach Länge, dafür nutzen, um ein großes S.O.S. Zeichen in den Sand zu schreiben. Natürlich könnte man das mit seinen Händen oder einem Stock machen, aber das wäre nicht männlich und stilsicher genug. Wir würden also, im Falle einer Rettung, unsere Street Credibility in Gefahr bringen. Also haben wir gar keine andere Wahl.
Eines der Ziele wird irgendwann sein, seine Situation zu verbessern. Komfort wird bald eine Rolle spielen und der Bau eines Bettes ist also unsere Aufgabe. Sollten uns irgendwann Fasern und Lianen dafür ausgehen, habe wir immer noch unseren Bart. Dazu muss gesagt werden, dass Barthaare natürlich um ein Vielfaches reißfester sind, als alle anderen Materialien auf der ganzen Welt. Man wollte nicht ohne Grund die Golden Gate Bridge mit Barthaaren bauen. Leider ging dies aus hygienischen Gründen nicht. Aber das juckt uns auf unserer Insel ja eher weniger.
Haben wir uns jeglichen Komfort gebaut und Ressourcen erschlossen, die die Nutzung unseres Bartes überflüssig machen, haben wir es fast geschafft. Ab jetzt dient der Bart nur noch als Nothilfe. Quasi wie ein bester Freund, den man nachts anrufen kann, wenn wirklich mal die Kacke am dampfen ist. Wir führen nun ein angenehmes Leben auf unserer Insel und können, bis wir gerettet werden, mit einer Kokosnuss in der Hand am Strand liegen und uns genüsslich im Bart rumspielen. Oder rumspielen lassen, wenn wir Glück haben…

Ratapeng

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